Bitcoin-Kurs auf neuem Jahrestief: Blutbad durch FTX-Crash

Bitcoin Kurs Crash Bärenmarkt

Der Bitcoin-Kurs fällt auf ein neues Jahrestief. Auch die meisten weiteren Kryptowährungen verlieren mächtig. Das Blutbad am Markt wird hauptsächlich durch den FTX-Crash ausgelöst.

Bitcoin-Kurs erreicht Jahrestief 2022

Erst im September erreicht der Bitcoin-Kurs ein neues Jahrestief von weniger als 18.500 US-Dollar. Nun fällt die grösste Kryptowährung noch tiefer. Hauptgrund für die plötzlichen Verluste dürfte der Zusammenbruch der zweitgrössten Krypto-Börse sein.

Bitcoin
M-Cap | CHF 314.894.382.197
CHF 16.383,14
1,74%

FTX zerfällt, nachdem Konkurrent Binance eine Massenpanik am Markt auslöst. Inzwischen stellt sich der Marktführer als grosser Retter dar, der seinen schwächelnden Konkurrenten übernimmt und somit dessen Probleme der Illiquidität löst.

Unter Investoren scheinen diese Vorgänge grosses Misstrauen auszulösen. Mit einem Kurstief von 17.266 US-Dollar erreicht der Bitcoin nun seinen absoluten Tiefstand innerhalb des letzten Jahres. Kurse dieser Art waren zuletzt im November 2020 zu sehen.

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Blutbad am Kryptomarkt: Markt fällt unter 900 Milliarden

Knapp zwei Wochen ist es her, dass der Kryptomarkt den Billionenwert wieder zurückerobern konnte. Anfang des Monats konnten einige Kryptowährungen sogar deutliche Gewinne verzeichnen.

Einige Experten vermuteten sogar die Entstehung einer Bärenmarktrallye. Der Kryptomarkt löste sich vom negativen Sentiment des klassischen Finanzmarktes und konnte trotz neuer Erhöhungen des US-Leitzins grüne Zahlen schreiben, während die Aktienmärkte erneut einsackten.

Nun fällt der kombinierte Kryptomarkt sogar deutlich unter den Wert von 900 Milliarden US-Dollar. Durch ein Minus von fast 11 Prozent im 24-Stunden-Trend liegt der Wert zu Redaktionsschluss bei rund 876 Milliarden US-Dollar.

Ethereum gehört zu den Top-Verlierern

Besonders stark kommt die Bärenstimmung bei Ethereum-Investoren durch. ETH gehört unter den Top 100 zu den Top-Verlierern. Nur 15 der 100 grössten Kryptowährungen verzeichnen noch stärkere Kurseinbrüche als Ether.

Ethereum
M-Cap | CHF 147.954.298.629
CHF 1.227,63
1,25%

Derzeit liegt der Ethereum-Kurs bei 1.220 US-Dollar, nachdem die Smart Contract Plattform knapp 22 Prozent ihres Werts verliert.

Solana und FTT fallen dramatisch

FTT und Solana fallen dramatisch. Wären die Kursverluste von SOL nicht so enorm, dass die Kryptowährung aus den Top 10 verschwunden wäre, so wäre sie dort der grösste Verlierer.

Stattdessen gebührt diese Rolle nun dem Dogecoin, der mit einem Minus von 30 Prozent fast ein Drittel seines letzten Wertes einbüsst.

Das Problem: Solana ist eng mit FTX verwoben. Die Krypto-Börse trat als eine Art Schirmherr für das Projekt auf und sorgte dadurch für eine Menge Vertrauen in ein Projekt, das sonst vor allem durch wiederkehrende Ausfälle beeindruckt.

Weil FTX höchstwahrscheinlich schon bald von der Bildfläche verschwindet, sinkt das Vertrauen in Solana nun massiv. Nach fortlaufenden Verlusten in Höhe von 37 Prozent, liegt die Währung nur noch auf dem 11. Rang der Kryptos nach Marktkapitalisierung und bei einem Kurs von 19,40 US-Dollar.

Solana
M-Cap | CHF 4.816.250.764
CHF 13,30
2,37%

Nur zwei Kryptos verlieren unter den Top 100 noch mehr: Der mit Euphorie überschüttete Neustarter Aptos und der FTX Token (FTT).

Der FTX Token (FTT)-Kurs fällt um rund 83 Prozent. Ein Ende der Verluste ist nicht in Sicht. Tatsächlich ist fraglich, wie es für den Token weitergeht. Denkbar wäre ein Fortbestehen, sofern Binance die Börse als Tochterunternehmen weiterführt. Dann aber wahrscheinlich in Abhängigkeit zum BNB-Ökosystem.

Andernfalls wäre etwa ein Umtausch von FTT zu BNB denkbar.

Ist der Boden im Kryptomarkt erreicht?

Das Jahr 2022 brachte viele Erschütterungen für den Kryptomarkt mit sich. Investoren fragen sich oft: Ist der Boden im Kryptomarkt nun endlich erreicht? Auf diese Frage liefert Cardano-Gründer Charles Hoskinson eine hypothetische Antwort.

Ich denke, dass dies der Tiefpunkt sein könnte. Einer der letzten, mit denen wir zu tun haben. Es ist schwer vorherzusagen, wie schlimm es sein wird, und es könnte sicherlich sehr schlimm werden.

Erklärt der Programmierer. Er fährt fort:

Es gibt nicht mehr viele Firmen, die wie FTX oder Alameda oder wie Three Arrows Capital und so weiter sind. Zumindest in diesem Zyklus hoffe ich wirklich, dass dies das letzte Ereignis dieser Art ist.

Hoskinson kritisiert damit Branchenunternehmen, die übermässig spekulative Positionen einnehmen und dadurch schnell zu kollabieren drohen, wenn ihre Pläne nicht aufgehen.

Gleichzeitig vermutet er aber auch, dass es durch den FTX-Einbruch erneut zu einem Kaskadeneffekt kommt, der genau wie der Terra-Crash im Frühjahr weitere Unternehmen mitreisst.

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