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Die wichtigsten Blockchain- und Bitcoin-Trends für das Jahr 2020

von Paul

Stable Coins, Libra, Preisstabilität: Dies sind nur drei der wichtigsten Blockchain- und Bitcoin-Trends für 2020. CoinPro.ch mit der Übersicht.

Die wichtigsten Blockchain- und Bitcoin-Trends für das Jahr 2020

Wie der Rückblick auf das alte Jahr gehört der Ausblick auf das neue Jahr rund um die Feiertage zu den obligatorischen Themen in Fachmedien rund um Kryptowährungen wie den Bitcoin. Mindestens ebenso interessant wie Prognosen zu den Kursbewegungen der zahlreichen Altcoins am Markt sind neue Trends im Bereich der Blockchain. Auch Einschätzungen zur Adaption neuer technologischer Ansätze und vielversprechender innovativer Ideen sind lesenswert. Was an dieser frühen Stelle bereits gesagt werden kann, ist, dass staatliche Anerkennung einen wichtigen Grundstein für den Markt allgemein und die Blockchain im Speziellen im Jahr 2020 legen wird. Vielerorts zeichnen sich klarere rechtliche Rahmenbedingungen ab. Wie sehen die Blockchain- und Bitcoin-Trends für das kommende Jahr aus? CoinPro.ch zeigt eine Übersicht.

Nicht alle Blockchain- und Bitcoin-Trends begeistern die globale Krypto-Community

Die deutsche Blockchain Strategie ist beispielsweise innerhalb der Branche Hoffnungsträger und Sorgenkind zugleich. Nicht jeder Krypto-Unternehmen und -Investoren schätzt Vorhaben zu Regulierungen von staatlicher Seite positiv ein, bleibt dadurch doch ein Teil der Dezentralität und Anonymität auf der Strecke. In den USA wiederum wurde in der Vorweihnachtswoche der sogenannte „Crypto-Currency Act 2020“ diskutiert. Ein Gesetzesentwurf könnte dort ab dem neuen Jahr für eine eindeutigen Kategorisierung von Krypto-Projekten führen. Auf Initiative des ongressabgeordnete Gosar soll es nach der Umsetzung seines Gesetzesentwurfes eine klare Definition des Terminus Kryptowährung ermöglichen. Am Ende soll nicht zuletzt eine unmissverständliche Situation zur Zuständigkeit verschiedener Aufsichtsbehörden stehen. Schwedens Zentralbank wiederum denkt zunehmend über einen eigenen Stablecoin nach, in anderen Staaten spielen sich vergleichbare Szenarien ab.

Die zuletzt genannte Entwicklung leitet zu zehn wahrscheinlichen Blockchain-Trend 2020 über. Eine vollständige Übersicht ist in der boomenden Branchen aus Platzgründen natürlich nicht möglich.

Trend 1: Gute Chancen für die Entstehung neuer Stablecoins

Bevor sich die schwedische Zentralbank mit eigenen Stablecoin-Plänen zu Wort meldete, hatten bereits andere Staaten mit dem Gedanken an eine staatliche Digitalwährung bespielt. Deutschland beispielsweise zieht ab 2020 die Einführung digitaler Wertpapiere in Betracht, was die Beliebtheit von Stablecoins ebenfalls frühzeitig fördern könnte. Unternehmen wie die US-Bank JP Morgan Stanley haben schon vor Monaten – hier den JPM Coin – an den Start gebracht und damit ein mögliches Vorbild für andere Banken und Unternehmen allgemein geschaffen. Viele Wirtschafts- und Technologie-Experten attestieren Stablecoin grosses Potenzial für viele Bereiche. Unterschiedlichste Assets von ETFs über Unternehmensaktien bis zu Staatsanleihen könnten über Stablecoins digital liquidier- und handelbar werden. Traditionelles Fiatgeld wird weiterhin die tragende Rolle der Absicherung innerhalb der Systeme übernehmen. Digitalwährungen sind bisher schlicht zu volatil und damit anfällig für akute und massive Schwankungen. Es bleibt festzuhalten, dass Stable Coins – in welcher Ausprägung auch immer – zu Die wichtigsten Blockchain- und Bitcoin-Trends im Jahr 2020.

Trend 2: Kommt endlich die Freigabe für Krypto ETFs in den USA?

Als wichtiger Grundstein für weitere Derivate mit Bezug zum Kryptomarkt liessen US-Behörden im vergangenen Jahr 2019 bereits Futures und Optionen auf den Bitcoin zu. Bestes Beispiel ist das Unternehmen Bakkt, welches in beiden genannten Produktbereichen vertreten ist. Nach einer mühsamen, wiederholt aufgeschobenen Entscheidungen der Aufsichtsbehörde und einem eher schwachen Start steigt das Interesse endlich. Für 2020 erwarten nun zahlreiche Marktbeobachter Zulassungen für Bitcoin ETFs. Auch in diesem Zusammenhang hielt sich insbesondere die Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA mit den erhofften positiven Einschätzungen zurück.

Schützenhilfe erhält die Behörde seit einiger Zeit durch junge Unternehmen wie CipherTrace. Neue Überwachungsinstrumente könnten sich günstig auf kommende Entscheidungen auswirken. Die Neubesetzung des Postens des „Vorsitzenden des Unterausschusses für Anlegerschutz, Unternehmertum und Kapitalmärkte“ durch Brad Sherman verknüpfen viele Unternehmen mit ETF-Plänen ebenfalls mit Hoffnungen. Trotz Shermans eigentlicher Krypto-kritischer Position rechnen einige Beobachter mit frischem Wind und sehen durchaus Signale für einen Durchbruch im Jahr 2020 für erste Bitcoin ETFs. Sollten die Prüfer in den USA den Weg freimachen, könnte dies Vorbildfunktion für skeptische Behörden in anderen Ländern sorgen.

Trend 3: China startet Blockchain-basierten Staats-Coins

Unter dem Kürzel „CBDC“ kursiert eine potenzielle digitale Währung Chinas schon seit Monaten in Nachrichtenportalen. Viele Experten geben Prognosen dazu ab, wann es endlich so weit sein wird. Viele Insider erwarten, dass die Volksrepublik 2020 endlich die letzten Schritte in Angriff nehmen wird. An der Kritik gegenüber Kryptowährungen oder dem Bitcoin Mining sowie damit verbundenen Verboten wird die Einführung wenig ändern. Schliesslich hatte Chinas Staatspräsident Xi Jinping erst kürzlich mit Missinterpretationen ausgeräumt, die zu einigen Preisanstiegen führten. Eine Stellungnahme war von Vielen fälschlicherweise als Rede „pro“ Kryptowährungen verstanden worden. Xi korrigierte sich später, indem er explizit die Blockchain Technologie lobte, digitale Währungen jedoch kritisierte. China plant Milliardeninvestitionen in die Entwicklung eigener Blockchain-Konzept. Auch hier strebt das Land also eine Führungsrolle an.

Trend 4: Schafft Facebooks Libra endlich den Start?

Erst kürzlich hatte Facebook-Chef Zuckerberg in einer Anhörung vor dem US-Kongress mitgeteilt, die Libra Foundation wolle eng mit staatlichen Behörden kooperieren bei der Entwicklung des eigenen Stablecoins Libra. In den Bereich traditioneller Bankdienstleistungen wolle man nicht einsteigen, was keineswegs jeder Branchenkenner so recht glauben will. Denkbar ist aber, dass die Facebook-Währung tatsächlich nach Rücksprache mit Aufsichtsbehörden in den USA und anderen Staaten mit bestimmten Einschränkungen an den Markt kommen wird. Insgesamt aber lässt sich Libra Association vom medialen und vor allem politischen Gegenwind eher nicht beirren, was für den Marktstart im neuen Jahr spricht. Auch Zuckerbergs letzte Statements sprechen für die Realisierung. Libra ist damit auf jeden Fall Bestandteil der der wichtigsten Blockchain- und Bitcoin-Trends für das kommende Jahr.

Trend 5: Hoffnung auf bessere Kompatibilität verschiedener Blockchains

Bisher gestaltet es sich zum Leidwesen vieler User noch immer schwierig, wenn die Verbindung unterschiedlicher Blockchain-basierter Protokolle gewünscht wird. Experten sprechen dabei vom Begriff der „Interoperabilität“, an der es aktuell leider weitgehend mangelt. Sehr zum Ärger vieler Marktteilnehmer. Ein Beispiel für die Fortschritte in diesem Bereich: der Istanbul Hard Fork, durch es kürzlich im ETH-System zu einer Interoperabilität mit dem Netzwerk von Zcash kommt. Etliche aktuelle Fälle zeigen verstärkt, dass es hier deutliche Verbesserungen geben wird. Bis dato aber gibt es teils recht deutliche technologische Differenzen zwischen verschiedenen Protokollen und damit so manche Herausforderung.

Trend 6: Nachfrage-Anstieg im Sektor Krypto-Lending

Erste Angebote in diesem Bereich existieren schon seit einiger Zeit. Für 2020 erwarten Finanzprofis keine deutlichen Zinsanstiege bei klassischen Geldanlagen. Genau diese Erwartung könnte nun einen zunehmenden Trend hin zum Thema Lending mit Krypto-Bezug führen. Verlockende Renditen stellen einige Anbieter schon jetzt in Aussicht. Parallelen bei Geschäftsmodellen wie etwa Blockfi zeigen sich zu den beliebten Kreditmarktplätzen, die Darlehen von „privat an privat“ vermitteln. Durch den Verleih eigener Krypto-Reserven an andere Plattform-User verdienen Nutzer Geld. Die aktuellen Wachstumsraten können sich jetzt bereits sehen lassen und wenn sich dieser Bereich so weiterentwickelt, gehört das Krypto-Lending zu den Blockchain- und Bitcoin-Trends für 2020.

Trend 7: Stärkere Marktbedeutung für DeFi-Konzepte

Auch wenn sich die erwähnten Banken noch immer schwer tun, wenn es um Integration der Blockchain und die Anerkennung digitaler Währungen geht: Viele Branchenkenner sehen in der  Dezentralisierung des Finanzsektors – kurz „DeFi“ – einen eindeutigen Trend für die kommenden Jahre. Die Investitionssummen steigen seit einigen Jahren stetig und werden Prognosen zufolge gerade 2020 weiter zulegen können. Als einen Auslöser für die bisherigen guten Entwicklungen machen viele Analysten übrigens den Stablecoin Dai aus. Gleichsam geht ein grosser Anteil des Wachstums im positiven Sinne auf das Konto dezentraler Krypto-Börsen und der zuvor angesprochenen Lending-Plattformen.

Trend 8: Mehr Datenschutz innerhalb von Blockchains

Wenn es einen Punkt gibt, der sowohl manches interessierte Unternehmen als auch Verbraucher von Investitionen im Krypto- und Blockchainsektor abhält, dann wohl die Bedenken hinsichtlich der bisherigen Datenschutzstandards. Noch – denn auch in diesem Sektor zeichnen sich inzwischen Optimierungen ab. Insbesondere innerhalb der (öffentlichen) Ethereum-Blockchain gab es zuletzt erkennbare Innovationen. Ein technologisches Beispiel ist das Format aus dem Hause Ernst & Young. Der Ansatz soll in Zukunft Transaktionen im Mainnet ermöglichen und dabei den hohen User-Ansprüchen an den Datenschutz besser Rechnung tragen. So sollen gerade die beiden Themen Transparenz und Datenschutz in Einklang miteinander stehen können. Auch andere Firmen arbeiten an neuen Datenschutz-Instrumenten für die Blockchain. Den sogenannten „Oracles“ rechnen Insider im Sektor Datenimport in Blockchain-basierte Netzwerke derzeit guten Chancen im Wettbewerb aus.

Trend 9: Ethereum erreicht das nächste Level

Ethereum bzw. der Token Ether liegt mit Blick auf die reine Marktkapitalisierung zwar weiterhin weit hinter dem Bitcoin.  Doch gerade in der Nr. 2 der öffentlichen Blockchains steckt seit jeher reichlich Potenzial. Unter dem Schlagwort „Ethereum 2.0“ berichten viele Analysten über die kommenden Entwicklungen des Netzwerks. Neuentwicklungen – beispielsweise im Bereich der Clients – eröffnen verstärkt neue Einsatzmöglichkeiten. So könnte sich das System bald neue Zielgruppen erschliessen und den Abstand zum zuletzt wiederholt von Rückschlägen betroffenen Marktführern verkürzen. Einmal mehr sind es gerade die Smart Contracts, für die es zahllose Use Cases gibt.

Trend 10: Mehr Preisstabilität bei Blockchain-Transaktionen?

Ganz gleich, wie kritisch mancher Insider geplante staatliche Regulierungen oder die Pläne im Hause Facebook auch sehen mag: Durch die Regulierungs-Vorhaben vieler Aufsichtsbehörden weltweit könnte gerade die Zurückhaltung auf Seiten normaler Anleger schwinden. Durch einen deutlich Anstieg der Nutzerzahlen auf allen Kontinenten könnte die Volatilität zukünftig zurückgehen, sodass die Preise weniger deutlich schwanken. Mehr Stabilität und Transparenz könnte zudem mehr Akzeptanz im Handel und der Bankenbranche nach sich ziehen. Dass Spekulanten gerade die Schwankungsbreite zu schätzen wissen, steht auf einem anderen Blatt.

Die Übersicht der wichtigsten Blockchain- und Bitcoin-Trends für das kommende Jahr zeigt eindeutig: In 2020 könnte die Blockchain-Welt an einem Scheideweg stehen. Regulierungsansätze, verbesserte Blockchain-Systeme und grösseres Bankeninteresse sind drei von vielen Kriterien, die darüber entscheiden, welche Trends Bestand haben und an welcher Stelle neue Projekte scheitern werden.

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