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Umfrage von Goldman Sachs unter Hedgefonds-Verantwortlichen zu Bitcoin als Anlageklasse

von Lemmy
Umfrage von Goldman Sachs unter Hedgefonds-Verantwortlichen zu Bitcoin als Anlageklasse

In einer von der Investmentbank Goldman Sachs durchgeführten Umfrage äusserten sich 25 Hedgefonds-CIOs zu ihren bevorzugten Anlageklassen und Anlagestilen. Sie nahmen ebenfalls Stellung zur beliebtesten Kryptowährung Bitcoin (BTC) und machten dabei deutlich, dass sie nicht gerade zu ihren beliebtesten Asset-Klassen gehört. Andere Umfragen wie die der Bank of America, zeigen dagegen eine ganz andere Einstellung zu Bitcoin.

Schwere Zeiten für Bitcoin

Die letzten Monate waren für Bitcoin von Unbeständigkeit geprägt. Nach einer starken Rallye Anfang des Jahres und einem Allzeithoch bei über 64.000 US-Dollar, hat sich der Wert der führenden Kryptowährung inzwischen halbiert. Der vorherige Aufschwung war vor allem mit Investitionen grosser Unternehmen und Fondsmanager sowie institutionellen Anlegern verbunden.

Seitdem tauchen immer wieder Diskussionen über die Klimaschädlichkeit von Bitcoin auf. Für den jüngsten BTC-Crash sorgten schlechte Nachrichten aus China, das weiterhin eine ablehnende Haltung zu Kryptos hat und das Krypto-Mining im Land fast vollkommen einstellt. CoinPro.ch berichtete über die Auswirkungen auf die Hash-Rate und die Krypto-Kurse. All das führte dazu, dass der Wert der führenden Kryptowährung seit letzter Woche von knapp 40.000 US-Dollar auf 31.500 US-Dollar gefallen ist.

Goldman Sachs Umfrage: Bitcoin als unbeliebteste Anlageklasse

Die Investmentbank Goldman Sachs veröffentlichte auf MarketWatch eine Umfrage, an der 25 Hedgefonds Investmentchefs beteiligt waren. Sie wurden zu beliebtesten und unbeliebtesten Anlageklassen befragt. Laut Ergebnissen der Umfrage gehören Wachstumsaktien für mehr als 50% der Experten zur favorisierten Anlageklasse, während Value-Aktien und Rohstoffe dicht dahinter genannt wurden.

Die Hedgefonds-Manager zeigten in der Umfrage allerdings eher geringes Interesse an Bitcoin. Für 35% der Befragten ist Bitcoin sogar die unbeliebteste Anlageklasse, während IPOs gleich darauf folgen. Trotz der geringen Anzahl der befragten Experten wird anhand der Umfrageergebnisse deutlich, dass die Skepsis gegenüber Bitcoin gross zu sein scheint. Die Kryptowährung wurde sogar von einem Drittel der Befragten als die unbeliebteste Assetklasse überhaupt angegeben.

Goldman Sachs: Kryptowährungen sind eine neue Anlageklasse

Trotz Skeptiker innerhalb der Investmentbank hat Goldman Sachs offiziell eine positive Einstellung zu Bitcoin und gab auch bekannt, das Angebot um Futures und Optionen für Ethereum zu erweitern. Damit werden neue Derivatprodukte in das Portfolio aufgenommen. Für Bitcoin besteht bereits eine solche Anlagemöglichkeit. Laut einem geleakten Bericht der Investmentbank soll Ethereum die führende Kryptowährung sogar übertreffen.

Dank der Zusammenarbeit von Goldman Sachs und der Krypto-Investmentfirma Galaxy Digital steht Anlegern ab sofort die Möglichkeit zur Verfügung, in Bitcoin-Futures zu investieren. Es ist die erste Zusammenarbeit zwischen einer seriösen Wall-Street-Bank und einer Krypto-Investmentfirma.

Globale Fonds-Manager-Umfrage der Bank of America

Im Gegensatz zur Umfrage der Investmentbank Goldman Sachs äusserten sich die Befragten bei der Umfrage der Bank of America zu Bitcoin eher positiv. Die Teilnehmer waren 224 Anleger mit einem verwalteten Vermögen von 667 Milliarden US-Dollar. Die Mehrheit der befragten Fondsmanager zeigte sich überzeugt von der Kryptowährung. Sie sind trotz grosser Abwärtsbewegung von Bitcoin der Meinung, dass die Kryptowährung eine tragfähige Anlageklasse sei. Trotz regulatorischer Unsicherheiten und der Volatilität von Bitcoin glauben etwa 80% der professionellen Manager an den Aufstieg der Kryptowährung.

Bitcoin: Indikatoren deuten einen möglichen Aufschwung an

Co-CIO und Senior Portfolio Manager bei SkyBridge Capital, Troy Gayeski, erklärte, dass er aufgrund einer möglichen Inflation an den steigenden Goldpreis glaube, jedoch Bitcoin wegen seines möglichen Aufwärtspotenzials bevorzuge. Seine Meinung wird von der Mehrheit der Befragten geteilt. Auch Paul Tudor Jones, ein Hedgefonds-Manager mit langjähriger Erfahrung, bleibt bei der Kryptowährung optimistisch und betrachtet Bitcoin als eine gute Absicherung gegen eine mögliche Inflation.

Beim Vergleich der beiden Umfragen wird deutlich, dass sich die Meinungen der Fondsmanager zur beliebtesten Kryptowährung teilen. Selbst die weltgrössten Banken haben eine geteilte Meinung zu Bitcoin. Auch wenn die Zukunft um Bitcoin ungewiss bleibt, zieht die Kryptowährung weiterhin die Unterstützung von erfolgreichen Unternehmen und institutionellen Investoren an, zeigt eine frühere Umfrage von Goldman Sachs.

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