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Visa-CEO nennt die fünf Krypto-Prioritäten des Unternehmens

von Lemmy

Alfred Kelly, CEO von Visa, nennt die fünf Schwerpunkte seines Unternehmens im Bezug auf Kryptowährungen. Dazu zählt u.a. der Kauf von Bitcoin

Fünf als Leuchttafel als Synonym für die Gründe des Visa CEO für Kryptowährungen

Der Zahlungsriese Visa hat sich durch verschiedene Aktionen bereits als grosser Player in der Kryptowelt positioniert. Der Unternehmenschef Alfred Kelly äusserte sich nach der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen noch einmal deutlich zu den Krypto-Ambitionen und -Prioritäten des Kreditkartenanbieters. Dadurch wird klar, auf welche Schlüsselbereiche sich das Unternehmen im Kryptoraum aktuell und zukünftig konzentrieren möchte.

Visa zielt auf zwei Marktsegmente im Kryptoraum ab

Der Visa-CEO stellte zunächst fest, dass es zwei Marktsegmente gibt, die für das Unternehmen im Kryptoraum interessant sind:

  • Einer davon ist Bitcoin (BTC), da es sich dabei um den am meisten gehaltenen digitalen Vermögenswert handelt. „Wir betrachten Bitcoin als digitales Gold“, kommentierte Kelly.
  • „Dann gibt es digitale Währungen, einschliesslich digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) und Stablecoins, die direkt durch bestehende Fiat-Währungen gedeckt sind“, fügte der Visa-Chef hinzu.

Laut seiner Aussage liegt der Fokus des Unternehmens aktuell auf fünf verschiedenen Prioritäten im Krypto-Raum – und das Unternehmen soll darin gut positioniert sein.

Die fünf Krypto-Prioritäten des Unternehmens

  1. Die erste Priorität, die der Visa-CEO nannte, besteht darin, den Verbrauchern den Kauf von Bitcoin zu ermöglichen. Er erklärte: „Wir arbeiten hart mit Wallets und Exchanges, um es unseren Kunden zu erleichtern, Visa-Karten zum Kauf von Kryptowährungen zu verwenden.“
  2. Die zweite Gelegenheit für das Unternehmen im Krypto-Bereich besteht darin, Auszahlungen für digitale Währungen zu ermöglichen. Das bedeutet, eine digitale Währung mit einer Visa-Karte in eine Fiat-Währung umzuwandeln, wodurch diese Mittel bei einem der 70 Millionen Visa-Händler weltweit ausgegeben werden können. Soweit haben sich mehr als 35 Krypto-Plattformen und Wallets für eine Zusammenarbeit mit Visa entschieden, darunter Coinbase, Crypto.com, Blockfi, Fold und Bitpanda.
  3. Seine dritte Chance im Kryptobereich sieht das Unternehmen darin, Finanzinstituten und Fintech-Partnern die Möglichkeit zu geben, ihren Kunden eine Krypto-Option anzubieten. Kelly erklärte, dass Visa „APIs erstellt hat, mit denen Kunden von Finanzinstituten digitale Währungen von Anchorage – der ersten bundesweit gecharterten Bank für digitale Vermögenswerte in den USA – kaufen, verwahren oder sogar handeln können.
  4. Die vierte Möglichkeit sei die „Abwicklung“: „Wir haben unsere Infrastruktur verbessert, damit ein Finanzinstitut alles in einer digitalen Währung mithilfe von Stablecoins abwickeln kann, beginnend mit USDC“, erklärte Kelly.
  5. Der letzte Schritt bestehe anschliessend darin, mit Zentralbanken zusammenzuarbeiten.

Visa akzeptiert bereits den Stablecoin USDC

Nachdem die US-Bankenaufsichtsbehörde grünes Licht für Stablecoins gab, wurde es US-Banken erlaubt, öffentliche Stablecoins und Blockchains im Finanzsystem zu verwenden. Ende März kündigte Visa an, Zahlungen in der Kryptowährung USD Coin direkt zu akzeptieren. Die Pressemitteilung von Visa folgte der jüngsten Ankündigung von Mastercard, bald Krypto-Transaktionen zu ermöglichen.

Seit mehreren Jahren arbeitet Visa mit Crypto.com zusammen, um seine Geschäfte mit digitalen Währungen abzuwickeln. Doch dazu musste Crypto.com die abgewickelten Krypto-Zahlungen zunächst in Fiat-Währungen wie z. B. den US-Dollar umrechnen. Dieser Prozess war kostspielig, komplex und zeitaufwändig. Daher schlug Visa vor, die Abrechnungen in Zusammenarbeit mit Anchorage in digitaler Währung über eine öffentliche Blockchain zuzulassen.

VISA: Erste USDC-Transaktion auf Ethereum-Blockchain abgewickelt

Nach zwei Jahren der Modernisierung seiner Infrastruktur beschloss Visa, das neue Programm mit USD Coin (USDC) zu testen. USD Coin ist ein Stablecoin, dessen Marktwert an den US-Dollar gebunden ist, was ihm mehr Preisstabilität verleiht. Darüber hinaus verfügt USDC über klare Compliance- und Regulierungsprotokolle, die es bei herkömmlichen Kryptowährungen nicht gibt, da sie dezentralisiert und nicht gesetzlich reguliert sind.

Zusammenarbeit mit Zentralbanken an der CBDC-Politik

Das Unternehmen beabsichtigt nicht bei USDC anzuhalten, sondern möchte seiner Abwicklungsplattform mehr Stablecoins hinzufügen. Insbesondere plant das Unternehmen, auch digitale Währungen der Zentralbanken (CBDC) zu unterstützen, sobald diese verfügbar sind. CBDCs sind staatlich regulierte digitale Währungen, die von der Zentralbank eines Landes an seine Bürger ausgegeben werden.

Visa unterstützt Banken bei der Bereitstellung von Kryptodiensten

Einige Länder sind bei der Entwicklung eines CBDC-Rahmens bereits auf einem guten Weg, aber die meisten untersuchen immer noch das Konzept. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich beschäftigen sich rund 80% der Zentralbanken seit 2019 mit dem Thema CBDC.

Visa arbeitet mit Zentralbanken an der CBDC-Politik und plädiert für öffentlich-private Partnerschaften zur Unterstützung von CBDCs – ein Modell, von dem viele Experten für digitale Währungen glauben, dass es das vorherrschende Modell sein wird, insbesondere angesichts der komplexen Arbeit, die zur Digitalisierung von Währungen in verschiedenen Ländern erforderlich ist.

Morgan Stanley: CBDC keine Konkurrenz für Kryptowährungen

„Digitale Währungen der Zentralbank könnten in Ländern, in denen die Infrastruktur nicht verfügbar oder begrenzt ist, sehr wertvoll sein“, kommentierte Kelly. Laut seiner Schätzung soll hier ein Markt von mehr als 1,7 Milliarden Verbrauchern erreicht werden können. Durch Partnerschaften mit Krypto-Börsen wie Coinbase, Crypto.com und Bitpanda habe das Unternehmen seine Infrastruktur bereits verbessert, um die Zahlungsabwicklung in Stablecoins zu ermöglichen.

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